HERZ-JESU-HEIM
Kreuttalstraße 109
A 2123 Kreuttal
VERWALTUNG
Die weitere Verwendung des Klosters ist derzeit unbestimmt. Die Kapelle obliegt der Verwaltung der Gemeinde Kreuttal.
GOTTESDIENSTE
| Samstag (wenn Wochentag): Vorabendmesse: |
Sommerzeit: 17,30 Uhr |
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Winterzeit: 17,00 Uhr |
DIE KONGREGATION DER HEDWIGSCHWESTERN
Die Gemeinschaft - die Kongregation der Schwestern von der hl. Hedwig, von der allerreinsten und unbefleckt empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria und vom III. Orden des hl. Augustinus (mit der Kurzbezeichnung: Hedwigschwestern) - zählt zurzeit 300 Mitglieder, die in fünf Staaten Europas, und zwar in: Dänemark, Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien.
Das Mutterhaus befindet sich in Berlin und die Generaloberin ist Sr. M. Vincentia Weide.
Adresse: Sancta Maria, Dreilindenstraße 24-28, D 14109 Berlin, Tel: 0049 30 803 030
ENTSTEHUNG UND GESCHICHTE DER KONGREGATION
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| Ordenspatronin |
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Ordensstifter |
Die Kongregation wurde vom Domherrn, Prälat Robert Spiske am 14.06.1859 in Breslau gegründet. Sein großes Anliegen war, den Menschen in leiblicher und seelischer Not zu helfen. Dieses hohe Ideal wollte er unter dem Patronat der hl. Hedwig verwirklichen.
Spiske verfasste die erste Ordenssatzung, für die er bei einer Audienz im Jahre 1858 von Papst Pius IX. die Anerkennung und den Segen erhielt. Ein Jahr später, am 14.Juni 1859, wurden die ersten Schwestern eingekleidet und legten zugleich die 1. Gelübde ab. Somit ist dies der Gründungstag der Kongregation.
In der Folge kam es zu erfreulichem Wachstum der Gemeinschaft. Rückschläge blieben allerdings auch nicht aus. Bedingt durch den Kulturkampf in Preußen wurden alle Ordenshäuser, die sich dem Unterricht und der Erziehung der Jugend widmeten, aufgelöst. Auch die Hedwigschwestern mussten ins Exil gehen und dadurch breitete sich die Kongregation erstmals über die Grenzen Schlesiens aus.
Seit 1946 wirken die Schwestern in Österreich. Auch hier waren es politische Wirren, welche sie unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg neue Betätigungsbereiche suchen und finden ließen.
AUFGABEN
Die Kongregation der Hedwigschwestern widmet sich nach dem Willen ihres Stifters der christlichen Erziehung und dem Unterricht von Kindern und Jugendlichen nach den Grundsätzen der Kirche. Auch nimmt sie sich der entwicklungs- und milieugeschädigten Kinder ganz besonders an. Darüber hinaus sind die Schwestern in der Seelsorgshilfe tätig, übernehmen die Sorge um alternde und kranke Menschen und stehen Hilfsbedürftigen aller Art im Namen Jesu Christi zu Diensten.
GESCHICHTE DES HAUSES
Unter der Schirmherrschaft der Herzogin Sophie von Hohenberg fand am 29.05.1910 die Grundsteinlegung und am 1.06.1913 die Einweihung und Eröffnung des Herz-Jesu-Heimes statt.
Dreizehn Monate später fiel die Herzogin mit ihrem Gatten, dem Thronfolger Erzherzog Ferdinand dem folgenschweren Mordanschlag in Sarajewo zum Opfer.
Im Haus wurden minderbemittelte Rekonvaleszentinnen von den Kreuzschwestern betreut. Allerdings mussten diese bald kurzfristig den Verwundeten des 1. Weltkrieges Platz machen. Es bestand aber die Möglichkeit, sie in der "Hirschvilla" auf
engerem Raum unterzubringen. In der Zwischenkriegszeit behielt das Haus seine oben genannte Funktion.
Mit 30.03.1939 wurde der "Untestützungsverein für bedürftige Rekonvaleszente" durch Verfügung des Stillhaltekommandos aufgelöst..
Die NSDAP funktionierte das Haus in ein Mädchenheim um. Es waren ca. 60-70 Mädchen, die teils in die Schule in Unterolberndorf, bzw. nach Wolkersdorf gingen, oder aber im Heimbetrieb arbeiteten. Als die Russen im Anmarsch waren, sind sie
mit ihren Betreuerinnen Hals über Kopf geflüchtet.
Die russische Besatzung beschlagnahmte das Haus, brachte ihre Soldaten, die während der letzten Kampfhandlungen verwundet wurden hierher, pflegte bzw. operierte sie daselbst.
Den Bemühungen von Hr. Kardinal Dr. Theodor Innitzer, des Herrn Pfarrer Karl Wanecek und des von den Russen beauftragten Ortsvorstehers Herrn Karl Sauer ist es zu danken, dass sich die Besatzer 1946 endgültig zurückzogen. Allerdings
hinterließen sie eine Ruine. Was sie nicht mitnahmen, bzw. zerstörten, holten sich die Dorfbewohner, um ihre größte Armut etwas zu lindern. Jedenfalls gab es keine intakte Türe und keine ganze Fensterscheibe mehr im Haus.
Wiederum waren es politische Wirren, welche unmittelbar nach Kriegsende die österreichischen Hedwigschwestern aus dem damaligen Südmähren eine neue Aufgabe bzw. Heimat suchen ließen.
Die Erzdiözese Wien bot der Kongregation dieses Haus an. Am 13.03.1946 kamen die ersten Schwestern nach Unterolberndorf. Nun hieß es, aus einem Gebäude, das keinen einzigen bewohnbaren Raum besaß, wieder dem Wohnzweck, bzw. einer
Aufgabe, die dem Ordenscharisma entspricht, zuzuführen. Unter der äußerst tatkräftigen und dankenswerten Mithilfe der Ortsbewohner gelang dies auch in relativ kurzer Zeit.
Ende desselben Jahres konnten wir schon 10 Mädchen der Wiener Fürsorge übernehmen. 1947 wurden in weiterer Folge dann 60 Buben , ebenfalls von der Wiener Fürsorge aufgenommen.
1956 wurde die Kapelle vergrößert, zwei Jahre später hing dann bereits die erste Glocke im Turm, der dann 1993 die zweite folgte.
Als Kinderheim bestand das Haus dann bis 1982.
Aufgrund des Schwesternmangels wurde das Kloster am 1.10.2008 von der Kongregation verlassen.